Klicken Sie doch einmal auf den über 100jährigen Chart
des DowJones. Man sieht auf den ersten Blick, dass es
langfristig nur eine Richtung gibt: Nach oben. Unterbrochen
lediglich durch den Börsencrash 1929 mit anschließender
Weltwirtschaftskrise und durch die Ölkrise der 70er Jahre.
Selbst der 2. Weltkrieg brachte keine nennenswerte Auswirkungen,
und auch die Korrektur seit Frühjahr 2000 ist langfristig
gesehen alles andere als ein Schreckensszenario. Charttechnisch
gesehen handelt es sich vielmehr um eine normale Entwicklung
innerhalb eines stabilen Aufwärtstrends.
Das entscheidende Argument für die Aktie lautet schlicht
und ergreifend: Es gibt keine Alternative:
Sparkonto und Festgeldanlagen bringen kaum Rendite oberhalb
der Inflationsrate, ihre Erträge müssen versteuert werden.
Immobilienbesitz wird erst mit größerem Vermögen
möglich und ist extrem inflexibel, Leerstände, Instandhaltungskosten,
Steuerbelastung usw. lassen die ohnehin geringe Rendite
meist zur Gelderhaltung anstatt -vermehrung schrumpfen.
Und Lebensversicherungen? Kaum ein Vertreter weist bei
Abschluss darauf hin, dass die garantierte Leistung
(z.Z. 3,25%) deutlich geringer ist als die - meist vorgerechnete
- erwartete Rendite; und die entwickelt sich ähnlich
wie die Aktienmärkte, denn hier investieren Versicherungsgesellschaften
schließlich einen großen Teil des erwirtschafteten
Geldes.
Doch sind Aktien wirklich eine Alternative bei den
täglichen Schwankungen an der Börse? Schließlich
gewinnt oder verliert manche Aktie an einem Tag mehr
als das Sparbuch oder das vermietete Einfamilienhaus
im ganzen Jahr an Zinsen bringt. Ein Blick auf die vergangenen
50 Jahre zeigt, dass die Aktie eine durchschnittliche
jährliche Rendite etwa 10 bis 11 % erzielte,
festverzinsliche Wertpapiere dagegen nur 6,8 %. Wer
also beispielsweise vor 50 Jahren 10.000 Euro in Aktien
investiert hätte, wäre heute Millionär mit rund 1,2
Mio. Euro - im Gegensatz zu gerade einmal rund 250.000
Euro als Besitzer von festverzinslichen Wertpapieren.
Ganz zu schweigen von Immobilien: Eine Rendite von "nur"
10,2% würde bedeuten, dass ein Anfang der 50er Jahre
für 300.000 Euro gebautes Haus heute mehr als 40 Mio.
Euro Wert sein müsste... So schön gerade selbst genutzte
Immobilien sein mögen, mit Vermögenswachstum haben sie
- verglichen mit den Aktienmärkten - nichts zu tun.
Man sieht also, dass auf lange Sicht - und nichts anderes
streben wir bei unseren Börsen-Engagements an - der
Zinseszins beträchtliche Unterschiede bewirkt. Ein Beispiel:
Investiert man die 10.000 Euro statt 50 "nur" 30 Jahre,
so erhält man bei einer durchschnittlichen jährlichen
Rendite von 10% rund 175.000 DM. Bei nur einem Prozent
mehr Rendite, also 11 % pro Jahr, erhält man bereits
knapp 230.000 Euro - nachzurechnen mit jedem Taschenrechner.
Gute Zeiten, schlechte Zeiten - wir jedenfalls nehmen
gern die Schwankungen an der Börse hin in dem sicheren
Bewusstsein, dass die Geduld langfristig belohnt wird.
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